Road-Trip: 4. Rohkost Gemeinschaft bei Perpignan – France

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20151005_115914 Als ich in dem Garten des Gutes “Mas Depres” morgens erwachte, konnte ich erst die Schönheit des Grundstücks und Gebäude sehen. Als erstes schaute ich mir das Bad und die Küche bei Licht an und dann machte ich eine kleine Runde über das Grundstück. Dabei entdeckte ich einen Kaki-Baum mit reifen Früchten, an dem wir uns bedienen durften, und einen Swimming Pool. Hier versammelten sich alle und zu dritt machten wir uns später auf den Weg ans Meer. Nach den langen Autofahrten war ich sehr froh endlich etwas Auslauf zu bekommen.

20151004_121136_Fotor_Collage - waterDas Meer ist zu Fuß circa 45 Minuten entfernt und mit dem Fahrrad circa 15 Minuten. Wir besuchten den Strand dort wo ein FKK Bereich begann, weil dort keine Hotels hochgezogen sind. Da wir in einer Nebensaison dort waren war wenig los und die meisten Hotels schienen leer zu stehen. Man konnte jedoch erahnen was dort in der Hochsaison los sein könnte.
Bei unserem ersten Strandbesuch bin ich sofort in das Meer reingelaufen und habe das kalte, klare Wasser sehr genossen. Schließlich war ich das letzte Mal im April am Meer und drin geschwommen bin ich das letzte Mal in Langkawi (Malaysia). Ich fühle mich zu natürlichen Gewässern sehr hinzugezogen und hatte das Meer schon vermisst. Die anderen saßen draußen in ihren Pullis und haben das Rauschen und den Anblick genossen.
In der Nähe des Strandes gibt es ein Wäldchen in dem sich Herren anonym treffen und dies konnte ich sogar morgens schon beobachten.

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20151006_165152_Fotor_Collage - Hof Der Gründer der Gemeinschaft, ein Franzose der oft in Australien gelebt hat und lebt, veranstaltet Rohkost Seminare in einem Nahe gelegenen Gut, dass zwei Rohköstler renoviert haben. Viel Geld und Arbeit haben sie in dieses Projekt investiert. Das nette Pärchen ist auch schon über dreißig Jahre bei der Rohkost. Das Gut mit seinem Festsaal und einem Hotel für 40 Personen wird hauptsächlich für Hochzeiten vermietet und ist schon weit im Voraus ausgebucht. Dort packten die Männer auch mal kurz auf einer Baustelle mit an und wir lernten ein paar neue Wildkräuter kennen.

Als wir ankamen waren vier Mitglieder der Gemeinschaft da. Zwei weitere Frauen kamen am Vorabend unserer Abreise. Ein Zimmer in dem schicken Haus kostet wohl circa 300 Euro und zusätzlich sind noch täglich drei Stunden Gemeinschaftsarbeit zu verrichten. Davon gibt es auch im Moment genug. Neben den üblichen Haushaltsarbeiten gibt es noch einige Baustellen. Zum Beispiel gibt es noch ein Gebäude komplett auszubauen, woran gearbeitet wurde als wir da waren.    

20151004_190131_Fotor_Collage - kitchenEs schien mir als hätte jeder Bewohner in Mas Despres einen eigenen Kühlschrank, denn ich erinnere mich an mindestens fünf große. Das beste war, dass aus allen Wasserhähnen Quellwasser kommt, dass getrunken werden kann und mir gut gefiel. Die Küche suchte ich auch jeden Abend auf um etwas Wasser im Wasserkocher für meine Wärmflasche zu erhitzen, denn die Nächte waren schon etwas kühl zu der Zeit. Am Esstisch saßen wir selten zum Essen. Bei gutem Wetter saßen wir meist auf der Terrasse des Hofs.

20151007_110154_Fotor_Collage  - KatzeEine Katze namens Schaka lebt auch auf Mas Despres und setzte wundersamer weise sich oft zu mir. Und das obwohl ich sie selten gestreichelt habe. 

20151005_155643_Fotor_Collage Wir machten auch einen Ausflug in die Stadt Perpignan. Zuerst besuchten wir ein Bio-Geschäft. Im Nachhinein wäre es cleverer gewesen am Dienstag statt am Montag dort einzukaufen, denn dienstags bekommen die meisten Geschäfte wieder frische Ware. Aber wir fanden trotzdem einige gute Sachen. Positiv überrascht war ich von den Mairübchen oder etwas, das dem ähnlich sieht, die ich in letzter Sekunde noch mitgenommen hatte.
Anschließend ging es in die Stadt und wir schlenderten durch die Gassen auf der Suche nach dem Zentrum. Dabei merkten wir mal wieder, dass die Stadt kein idealer Ort zum Leben ist und besonders nicht Perpignan. Ich habe schon einige Städte besucht, aber noch nie so eine (hässliche) Stadt gesehen. Wir waren sehr froh, als wir wieder aus der Stadt raus gefahren sind. Besonders als wir auf der Suche nach dem kürzesten Weg zum Auto durch ein Viertel gekommen sind, das sehr heruntergekommen war und wohl von Sinti und Romas bewohnt wird. Vielleicht haben wir einfach einen schlechten Tag für einen Besuch erwischt oder waren nicht richtig in der Stimmung für die Stadt.

Ansonsten machte ich kleine Fahrrad Touren und erntete dabei noch ein paar Feigen und Walnüsse. Gemeinsam kümmerten wir uns um die Pool-Anlage und richteten uns dort auch ein regenfestes kleines Kino ein. wo wir gemeinsam Filme schauten. In der letzten Nacht schlief ich dort auch, weil es am Abend regnete und ich noch rechtzeitig und schnell genug mein Zelt abbaute, damit ich es trocken transportieren konnte.
20151005_115908_Fotor_Collage - Garten Im Garten wuchs: Kakis, Feigen, Oliven, Granatäpfel, Mirabellen, einen Erdbeerbaum und noch mehr. Der Gemüse garten war leider etwas verwahrlost. Wohl weil das Gemüse vernachlässigt wird, haben einige vieleicht Probleme mit den Zähnen. 
Ich tat auch wenig gutes für meine Zähne, weil ich wieder viele köstlich reife Mangos vor dem Kompost gerettet hatte. So nehmen sie nun einen Umweg über mich. Denn auf dem Gelände gibt es auch Kompost-Toiletten.

Insgesamt drei Tage waren wir dort und haben das schöne Anwesen und die Zeit dort genossen. Die Atmosphäre war sehr entspannt und erholsam.
Weiter ging es nach Spanien und auf dem Weg hatte ich ein paar Wünsche für Zwischenstopps, von denen ich bald berichten werde.

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Ein Gedanke zu “Road-Trip: 4. Rohkost Gemeinschaft bei Perpignan – France

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