Road-Trip: 3. Ab durch – France

20151002_084211_Fotor_Collage In En Buyaz sind wir spät abends angekommen und haben unsere Zelte im Vorgarten von Bernard aufgeschlagen. Bernard ist Franzose und ich kenne ihn bereits von den beiden großen Rohkost Treffen bei Treffort (Frankreich). Diese organisiert er mit und lebt auch in der Nähe des Veranstaltungsortes. Er war ehemaliger Chef von Orkos (Früchtelieferant) und hat auf dem Treffen viele Vorträge zum Thema instinktive Ernährung gehalten.
Morgens schauten wir uns ausführlich seinen Garten an während wir darauf warteten, dass Jörg etwas erledigte. Viel Gemüse wächst im Garten und auch ein paar Beeren. Und in der Nähe von seinem Zuhause hat er eine große Streuobstwiese und lagert die Äpfel schön geordnet im kühlen Untergeschoss des Hauses.
Die Gegend ist sehr schön und auch der Baustil gefällt mir sehr.

20151002_130439_Fotor_Collage -- Garten20151002_130439_Fotor_Collage -- SchlossAuf dem weiteren Weg in Richtung Süden machten wir einen Zwischenstopp und eine Mittagspause bei einem alten Schloss, wo wir noch etwas abholten.
20151002_130831 Wir leerten eine Kiste reifester Trauben gemeinsam. Wieder konnte ich bei dem Angebot der leckeren süßen Früchte, die bald Gefahr liefen weg geschmissen zu werden, nicht widerstehen. Zu dem Schloss gab es noch einen großen Garten in denen ich noch Borretsch und Gurken gesammelt hatte.

Den nächsten Stopp mit Abendessenspause machten wir bei dem “Rohkost Haus”. Ich kannte dies von Bildern und Vorträgen auf dem großen Rohkost Treffen und hatte etwas ganz anderes erwartet. Ich dachte an ein schönes Haus, das abgeschieden liegt. Dabei scheint es eher eine Doppelhaushälfte am Ortsrand zu sein und der Garten schien mir auch nicht weiträumig wie erhofft zu sein. Dafür hatten sie wachsame Gänse, die Alarm schlugen als wir ankamen. Leider waren die Bewohner nicht anwesend und wir fuhren nach der Pause und fertigen Erledigungen weiter.

20151003_091801_Fotor_Collage -- Montpellier Weil es schon spät wurde, machten wir Rast in Montpellier bei einem Freund von Jörg. Dieser war Opernsänger bis er Probleme mit dem Hören bekommen hatte. Seitdem arbeitet er in der Bibliothek der Oper. Er ist seit über dreißig Jahren Rohköstler und hat uns sehr herzlich und spontan in seiner interessanten Wohnung aufgenommen. Wir schließen zu dritt plus zwei Kinder im Wohnzimmer und ich hatte das Glück vor der offenen Balkontür zu schlafen (ich habe gerne viel Frischluft). 20151003_102804
Unser Gastgeber hatte Geschichte studiert und sammelt Antiquitäten, dementsprechend interessant waren mache Stücke und Gemälde. Klasse fand ich auch sein lila Sofa, das so schön zu meinem Outfit passte. Etwas verwundert war ich anfangs über den Alkohol, der in der Küche stand, doch ist dieser für Gäste gedacht oder war ein Gastgeschenk. 
Aufgrund des verregneten Vormittags verzögerte sich unsere Weiterreise nach Perpignan und wir verpassten den wohl schönen Markt Montpelliers.  Dafür gab es Verlockung in Form von super reifen Mangos.

Auf dem weiteren Weg fuhren wir bald von der Autobahn ab und nutzten die Landstraße und für einen lohnenswerten Umweg durch ein Gebiet in dem es viele schöne Feigenbäume und Landschaften gibt. Kenner besuchen diese Gegend jedes Jahr, um diese himmlischen Früchte und die Gegend zu genießen. Ein echter Geheimtipp. Wir wurden auch trotz der sich endenden Saison fündig und naschten, kletterten und sammelten an einigen Feigenbäumen: gelbe, grüne und blaue; auch ein paar sonnengetrocknete waren dabei. Wir fanden auch noch Mandeln, Hagebutten und (getrocknete) Trauben.
In Tautavel genossen wir noch eine wunderschöne Schlucht und den Sonnenuntergang.

20151003_150409_Fotor_Collage i20151003_164349_Fotor_Collage II20151003_162924_Fotor_Collage III20151003_181410_Fotor_Collage IIII   

Im Dunkeln kamen wir im ehemalige Weingut „Mas Depres“ bei Perpignan an, wo seit ein paar Monaten eine Rohkost Gemeinschaft entsteht.
Hier schlugen wir unsere Zelte im Garten auf. Das kann ich schon schnell auch im Dunkeln. Mein simples Zweimannzelt, dass ich seit über 20 Jahren besitze und 900 Gramm wiegt, ist auch sehr einfach aufzubauen. Sechs Heringe in den Boden gesteckt und zwei Stangen aufgerichtet und fertig. Alternativ hätten wir auch im Hostel-Zimmer schlafen können, aber dieses war gerade frisch renoviert und ich hatte keine Lust die Ausdünstungen der Farbe mit meiner Lunge zu filtern und aufzunehmen. Außerdem bevorzuge ich es draußen zu Schlafen. Ins Bett kam ich dann doch erst später, weil ich noch bei der Ausnahme eines Wildschweins zu schaute. Ich soll wohl sehr blass dabei dreingeschaut haben. Eine Katze war auch mit dabei und versuchte an die begehrten Stücke wie Herz und Leber zu kommen.

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