Großstadt nach ruhiger Überfahrt – Kuala Lumpur, Malaysia

Mittwoch, 26.11.14
SAM_0304Nach meiner ersten Nacht in Klang bin ich mit einem Zug in die Hauptstadt gefahren. Die Fahrt dauerte circa eine Stunde.

Ich buchte aus Klang zwei Nächte in dem Hostel Sunshine Bedz an der Haltestelle Bukit Bintang, das ich Anhand der Bewertungen auswählte. Ich wollte mir zwei Tage lang Kuala Lumpur (KL) anschauen bevor ich mich aufs Land begebe. Das Hostel habe ich dank der Beschreibung recht schnell gefunden und war sehr zufrieden mit meiner Wahl.

Da ich in Klang bloß unreifes Obst gefunden hatte, habe ich mit meinem Mittagessen bis KL gewartet und bin nach dem Ankommen direkt losgezogen, um mir reifes leckeres Obst zu besorgen und ich wurde belohnt für das Warten: direkt um die Ecke des Hostels gab es circa vier Obststände und an drei Ständen wurde Durian verkauft. Ich begab mich direkt an den ersten Stand und bestellte mir eine Durian für 27 RM (circa 6 €), die für mich frisch zugeschnitten wurde. An einem Tisch, ausgestattet mit Handschuhen, habe ich meine erste Durian in und aus Malaysia genossen.

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Anschließend habe ich den Bezirk erkundet und bin einigen Tipps von dem Blog healthybliss.net nachgegangen und habe festgestallt, dass die erwähnte Datteln nicht mehr in dem Geschäft im Lot 10 verkauft werden. Schade, den ich mag es süß.
Abends habe ich noch die hinter dem Hostel befindliche Street Food-Straße mir angeschaut und an drei Ständen eingepackte Jackfrüchte probiert. Es war etwas enttäuschend und unbefriedigend da diese unreif waren. Jackfrüchte werden fertig geschält und verzerr fertig an einigen Ständen verkauft und kosten zwischen 3-5 RM (circa 1 €).

Das Hostel gefiel mir sehr gut. Schade war, dass ich in dem 6er Frauen-Zimmer untergekommen bin, das kein Fenster hat. Da ich jedoch tagsüber unterwegs war und sonst mich im Gemeinschaftssaal aufhielt, war dies weniger schlimm. Tragisch war jedoch, dass ich meinen Schlafsack brauchte, weil es im Raum durch die Klimaanlage sehr kalt war. Immerhin habe ich diesen nicht umsonst dabei.

Donnerstag, 27.11.14
An meinem ersten vollen Tag in KL plante ich einige touristische Plätze zu besuchen. Zuerst bin ich zu dem in Fußweite befindlichen Regenwald Park Bukit Nanas Forest Reserve gegangen. Ich bin dort etwas umhergewandert jedoch habe ich schnell das Weite gesucht, weil die Moskitos mich zu stark belästigt haben.

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Erstaunt und erfreut war ich über die Affen, die plötzlich auftauchten und keine Angst vor mir zu haben schienen. Erschreckt habe ich mich vor der flüchtenden Schlange an einem Baum.

Von dort habe ich mich auf den Weg zu den Bavu Caves gemacht. Dies beinhaltete eine circa ein Stündige Zugfahrt, in der ich mich ausruhen und abkühlen konnte.

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Die Batu Caves sind Kalksteinhöhlen in denen mehrere Hindu-Schreine errichtet wurden. In die Höllen gelangt man nach einem Treppenaufstieg. Den Ort darf man nur mit Beinbekleidung besuchen. Dies wird an der Treppe kontrolliert und gegebenenfalls ein Tuch vermietet. Ich bekam einen solchen Schal umgebunden bevor ich die Treppen betrat, damit meine Knie bedeckt bleiben für den Besuch der Höhlen.
Auf dem Weg nach oben kam ich an einigen Affen vorbei, die manche Besucher belästigten, die Nahrung dabei hatten. Die Höhlen waren nass und angenehm kühl und an einem Schrein fand während meines Besuchs eine Zeremonie statt. Verwundert war ich etwa über die Hühner, die in der Höhle zu leben scheinen. 

Zurück fuhr ich im Frauen-Abteil nach Chow Kit, um dort einen einheimischen Markt zu besuchen und dort mein Mittagessen zu kaufen.

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Der Markt war weniger eindrucksvoll. Ich habe dort wieder etwas Jackfrucht erstanden und Longang probiert. Durian gab es leider nicht.

Von dort habe ich mich mich auf den Weg zu dem Restaurant Living Food gemacht und habe auf dem Weg die Twin Towers besucht.

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Das Restaurant Living Food war super gut und lecker und mehr könnt ihr in dem Beitrag Rohkost Restaurant: Living Food – Kuala Lumpur erfahren.

Dank WorkAway habe ich schnell Kontakt mit einer Farm aufgenommen, auf der ich kurzfristig mitarbeiten könnte und die rein vegetarische Verpflegung anbietet. Ich plante mit Jessica aus London, die ich im Hostel kennen gelernt habe und die spontan Lust hatte mitzukommen, am nächsten Abend dort hin zu fahren.

Freitag, 28.11.14
Bevor wir uns auf den Weg zur Farm machten, habe ich noch Zeit bis zum Nachmittag genutzt, um mir KL genauer anzusehen: Ich habe den kosten freien Bus ausprobiert und bin die grüne Runde mitgefahren. Dann habe ich mich zu einem Markt in Pudu begeben, weil ich dort hoffte einen schönen einheimischen Markt zu finden. In Pudu bin ich als einzige Touristin herumgelaufen und habe den Markt gesucht und war etwas enttäuscht, als ich einen Markt fand, der gerade abgebaut wurde und auf dem es hauptsächlich Fisch-Stände gab. Auch hier habe ich kein reifes Obst gefunden und bin dann in den Stadtkern gefahren, um den Central Market und Chinatown anzuschauen. Der Central Market war zwar ganz nett, aber da ich nach nichts bestimmten gesucht habe, bin ich bloß einmal durchgelaufen und auch Chinatown wäre zum Einkaufen gut geeignet gewesen.

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Zurück beim Hostel habe ich wieder den Durian-Stand gestoppt und eine Durian für 33 RM (circa 8 €) genossen.    

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Auf dem Weg zur Farm: Zuerst sollten wir von einem Temple mitgenommen werden doch dies sollte nicht klappen und wir wollten stattdessen einen Bus in die zur Farm nächstgelegene Stadt nehmen. Doch an diesem Freitag begannen die zwei monatigen Schulferien und die Busse waren dementsprechend alle voll. Ein Taxifahrer wollte uns zwar zu unserem Ziel bringen, doch wir sind dann nach einer Absprache mit meinem Farmkontakt zu dem ursprünglichen Tempel gefahren, um dort eine Nacht im Gästezimmer zu bleiben und von dort zur Farm mitgenommen zu werden.
Wir wurden sehr herzlich willkommen geheißen im Hari Krishna-Tempel und zu unserem einfachen Zimmer gebracht und waren beide sehr froh, dass wir nach einer langen stop-and-go Fahrt, uns ausruhen und schlafen zu können.

Samstag, 29.11.14
Das Wochenende fand ein Festival statt bei dem Samstag und Sonntag jeweils zwölf Stunden am Stück das Hari Krishna-Mantra gesungen wurde. Wir wurden eingeladen um 10 Uhr dazu zu kommen und wurden sehr herzlich aufgenommen und erst einmal versorgt. Jessica mit einem Frühstück und ich mit Wasser. Wir halfen beim Abwasch und verfolgten höfflich die Veranstaltung mit.
Um die Mittagszeit kamen weitere WorkAway Mitarbeiter von der Farm und zusammen sind wir losgezogen, um in der Nähe des Tempels ein paar Geschäfte aufzusuchen. Ich fand ein Obstgeschäft und holte mir dort Mangos, Bananen und Jackfrucht, die ich direkt verspeist habe. Auch hier gab es nichts vollreifes und meine Freude auf die Farm mit hoffentlich reifen Jackfrüchten wurde immer größer.

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Zurück beim Festival hatten wir nette Gespräche mit den Festival-Teilnehmern und haben uns in indischen Tänzen versucht.

Sonntag, 30.11.14
Wir blieben eine weitere Nacht in dem Gästezimmer, um am Sonntag zur Farm zu Fahren. Wir waren alle froh schon am Vormittag zur Farm zu fahren und die Fahrt wurde ein großer Spaß. Als erstes Abendteuer nahmen wir vier trampende Kinder auf der Ladefläche unseres Autos mit. Anscheinend sind die Kinder für ein kleines Abendteuer abgehauen und wir haben sie mitten auf der Autobahn aufgesammelt, was uns zuerst etwas irritiert hatte, aber es stellte sich heraus, dass die Kinder völlig in Ordnung und nett waren.
Dann machten wir einen Überraschungsbesuch bei der Familie des Mönchs, der uns zur Farm fuhr. Dort wurden wir mit Handtüchern und einem Sari, ein indisches Gewand, beschenkt und haben dieses sofort ausprobiert. Dann besuchten wir zwei Wasserfälle und eine Wasserstation. Bevor wir endgültig zur Farm fuhren, besuchten wir noch einen Supermarkt, um letzte Besorgungen zu machen und für mich wurde Obst und Gemüse gekauft, damit ich versorgt bin für einige Tage.

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Kuala Lumpur Fazit
KL hat mich stark an einen Freizeitpark erinnert. Besonders wegen der Monotrail. Mir fiel auf, dass es sehr viele Einkaufszentren gab und weniger touristische Attraktionen. Zwei Nächte hätten mir vollkommen gereicht, um von dieser großen Stadt einen Eindruck zu bekommen.

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Toll war, dass es Durian gab, obwohl die Durian Hauptsaison in Malaysia von März bis August ist. Enttäuscht war ich von den Märkten und Geschäften, in denen es hauptsächlich unreifes Obst gab. Besonders schön war für mich das Living Food-Restaurant.
Angenehm war auch, dass ich mir nicht fremd vorkam wegen meines anderen Aussehens und Kleidungs-Styles.
Wenn ich wieder einmal in KL sein sollte, werde ich bestimmt wieder im Sunshine Bedz mir ein Bett buchen und das Living Food besuchen und mir eventuell noch den historischen Stadtteil, Canopy Walkway und den Botanischen Garten im Lake Garden anschauen.  

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