Kirschen

Im Mai 2014 habe ich meine ersten Kirschen in dem Jahr gegessen. So früh, hatte ich noch nie Kirschen direkt vom Baum in Deutschland gegessen.
Ich bin mit Kirschen direkt vom Baum groß geworden und freue mich jedes Jahr aufs neue, wenn ich in einen Kirschbaum klettern und Kirschen direkt vom Baum naschen kann. Deswegen nun hier ein Loblied an die Kirsche in Form einer Sammlung an Informationen rund um die Kirsche.

Kirschen
„Kirschen können gelb, rötlich und dunkelrot bis fast schwärzlich sein. Sie sind rundlich bis herzförmig.“ [4]

Sauerkirschen und Süßkirschen
„Die heutige Form der Kirsche entstammt der Vogelkirsche und den Wildformen der Sauerkirsche und ist in allen gemäßigten europäischen sowie asiatischen Regionen heimisch.“ [4] Die Sauerkirsche ist im Vergleich zur Süßkirsche näher am Ursprünglichen und die dunklen/reifen Sauerkirschen können auch extrem süß sein und enthalten mehr der nützlichen Stoffe als in der Süßkirsche. [1]
Die Sauerkirsche ist saurer, weil sie mehr Fruchtsäure enthält als die Süßkirsche. Der Fruchtzuckergehalt ist der gleiche. [5]

Ernte
Bei der Ernste empfehle ich die Kirschen mit Stiel zu pflücken, wenn die Kirsche nicht sofort gegessen wird. Denn „ohne den Stiel würden die Früchte sozusagen ‚verbluten‘.“ und austrocknen [4]
Da die Ernte der Kirschen sehr aufwendig ist, sind sie sehr teuer im Geschäft zu haben.
Hier könnt ihr sehen, wie „industriell“ Kirschen geerntet werden: Der Weg der Kirsche.  

Lagerung/Haltbarkeit
„Da Kirschen zu den nicht nachreifenden Obstarten zählen, müssen sie reif gepflückt werden, wodurch die Lagerzeit beschränkt ist. Bei einer Lagertemperatur von 0°C bis 2°C sind sie maximal zwei Wochen haltbar. [Sie] sollten einen Stiel haben.“ [2]
Wenn du mehr Kirschen (gepflückt) hast als du essen kannst, gibt es die Möglichkeit die Kirschen im Dörr-Apparat zu trocknen und dadurch für lange Zeit haltbar zu machen oder die Kirschen für später einzufrieren.

Essen
Ein kulinarisches Highlight können auch „die länger am Baum gebliebenen, angetrockneten Kirschen [sein]. Getrocknete Früchte können sogar ein schokoladenartiges Aroma annehmen, wobei aber einige alkoholisieren.“ [4]
Die Blätter der Kirsche sind auch essbar und bieten eine tolle Ergänzung zu den Früchten. Wenn du am pflücken bist, iss ruhig ein paar (junge) Blätter dazu, das könnte dich sogar schneller sättigen.
Wenn eine größere Menge selbst gepflügter Kirschen auf einmal gegessen (ab 500g aufwärts) wird am besten kein Wasser dazu trinken. „Auf der Schale der Kirschen befinden sich Hefezellen, die normalerweise von der Magensäure abgetötet werden. Durch das Wasser wird die Magensäure verdünnt. Es gärt im Magen und die Folge könnten unangenehme Bauchschmerzen sein. [6]

Waschen
Die Kirschen (wenn überhaupt) erst kurz vor dem verzerr waschen, denn sonst vergammeln sie schneller. [5] Übrigens scheinen die Kirsche im Geschäft (z. B. Rewe) bereits gewaschen zu sein (siehe [5]).

Kirschkern
Mit den übriggebliebenen Kirschkernen ist es möglich nach einer Reinigung und dem Trocknen der Kerne sie in einem Kirschkernkissen weiter als Wärme- oder Kühlmittel eingesetzt werden kann.
Natürlich eigen sich die Kerne auch ideal zum Kirschkern-Weitspucken.

Flecken
Die blau-roten Flecken, die man nach dem Verzehr von Kirschen an den Fingern oder der Kleidung hat, lassen sich mit Zitronensäure in Form einer Zitrone entfernen. [2]
Kirschen können die Zähne auch äußerlich zeitweise verfärben.

Inhaltsstoffe
„Kirschen bestehen hauptsächlich aus Wasser.“ [1] Dies hilft die Hitze des Sommers besser zu verkraften, da sie kühlend wirkt. [3]

Heilkunde
„Die Wirkung wird als hustenreizmildernd, schleimlösend, entzündungswidrig und wassertreibend beschrieben.“ [2]
Die (Herz-)Kirsche soll – ganz ihrem optischen Aussehen – Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorbeugen können. [2]
Durch das vorkommende Vitamin C und Zink sorgen die Anthozyane – die blauroten Farbstoffe in den Kirschen – für einen frischen Teint und ein straffes Bindegewebe. Denn die Anthozyane stärken das Bindegewebe und neutralisieren freie Radikale und schädliche Enzyme, die die Haut schlaff machen. [3]
Bei Rheumaerkrankungen: „Kirschen sind ein altbekanntes Hausmittel bei schmerzhaften rheumatischen Erkrankungen, weil sie überschüssige Harnsäure abbauen. Auch hierfür ist der rote Farbstoff verantwortlich. Wer täglich über einige Wochen zwei Hände voll von den leckeren Früchten nascht, wird bald eine deutliche Schmerzlinderung erfahren. Dabei gilt: je dunkler die Kirschen, desto mehr von dem Stoff ist vorhanden.“ [3]
„Kirschen gelten als natürliches Mittel bei Zahnfleischproblemen. Enthaltene antibakterielle Substanzen verhindern die Bildung von Zahnbelag und stärken das Zahnfleisch gegen Paradontose und Paradontitis.“
„Die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) empfiehlt Kirschen, um die Milz zu stärken.“ [3]
Außerdem unterstützen die Inhaltsstoffe den Knochen- und Zahnaufbau. [3]

Mystisch
Die magischen Kräfte der Kirsche soll sie Liebe und Weissagung sein. [2] Das die Kirsche in Verbindung mit der Liebe steht passt sehr gut: Oft hat sie eine Herz-Form, sind so süß wie die Liebe und die hängt oft als Pärchen an einem Stiel.
„Die Kirsche steht symbolisch für die Sünde und der Verführung, aber auch für die Reinheit, die Unschuld und die göttliche Süße. Die Kirsche ist Ausdruck der Geburt, der Fruchtbarkeit und der Freude.“ [2]

Kirsche mit Einlage
Wer schon immer mal wissen wollte, wie Würmer in die Kirsche kommen: Warum steckt nur ein Wurm in der Kirsche?

Quellen
[1] Kirschen
[2] Kirsche – Rohkost-Wiki
[3] Kirschen machen straff und fit
[4] Kirsche – Fruitlife
[5] Der Weg der Kirsche
[6] Die Kirsche

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