Frankfurter Bethmännchen

Bethmännchen sind eine kulinarische Spezialität aus Frankfurt am Main, ein schönes Mitbringsel und selbst gemacht etwas Besonderes.
Etwas Süßes, wie ein Bethmännchen, kann auch etwas leckeres und gesundes sein. Wie zum Beispiel meine Rohkost Variante, die ich euch vorstellen möchte.
Dafür habe ich mir einige „original“ Rezepte angeschaut und überlegt, was der vorrangige Geschmack sein soll und bin zu dem Schluss gekommen, dass der Marzipan- und Rosen-Geschmack charakteristisch für ein Bethmännchen sind und die Süße zwar wichtig, aber variabel sein kann. Diese Anforderungen kann ich mit frischen vollwertigen Zutaten umsetzen und so entstand meine Bethmännchen-Interpretation.
imageRezept
Den Teig habe ich aus gemahlenen Mandeln, Rosinen, Reis (angekeimter Naturreis) und Rosenwasser gemacht. Dafür habe ich Mandeln über Nacht in Wasser eingeweicht, am nächsten Morgen gehäutet und etwas trocknen lassen. Die Rosinen habe ich in Rosenwasser und Wasser eingeweicht und zu einem Mus im Mixer verarbeitet (das nächste Mal werde ich lieber getrocknete Rosinen verwenden, damit der Teig fester wird). Die Rosinenmarmelade habe ich mit dem im Mixer gemahlenen Reis (sehr wenig) und Mandeln zu einem Teig verarbeitet und noch etwas Rosenwasser hinzugegeben.
Ich habe nach Gefühl gearbeitet und ohne Mengenangaben und empfehle mit der Konsistenz zu spielen und zu schauen, was für euch passt.
Aus dem Teig habe ich mit den Händen kleine Kugeln geformt, die ich mit jeweils 3 halbierten Mandeln verziert habe. Ich habe mich bemüht die 3 Mandeln im gleich Abstand zueinander in die Kugeln zu drücken und beim nächsten Mal werde ich schauen, dass die oberen Enden eine Spitze bilden. Anschließend habe ich die fertig verzierten Bethmännchen in einen Dörr-Ofen bei 40 °C für circa 5 Stunden getrocknet.
imageAlternativ könnt ihr auch Datteln anstatt der Rosinen verwenden und den Reis weg lassen. Ich habe den Reis verwendet, weil ich ihn noch übrig hatte und Stärke, die ich in ein paar Rezepten gefunden habe, imitieren wollte. Notwendig ist er nicht.

Geschichtliches
Die Bethmännchen sind benannt nach der Frankfurter Familie Bethmann.

Einer Legende nach sollen die Bethmännchen im Jahr 1838 von dem Pariser Konditor Jean Jacques Gautenier erfunden worden sein, der Anfang des 19. Jahrhunderts Küchenchef im Hause des Bankiers und Ratsherrn Simon Moritz von Bethmann war. Ursprünglich seien die Bethmännchen mit vier Mandelhälften bestückt gewesen, eine für jeden der vier Söhne Bethmanns (Moritz, Karl, Alexander und Heinrich). Nach dem Tode Heinrichs im Jahr 1845 sei fortan eine Mandelhälfte weggelassen worden. Diese Legende ist allerdings umstritten, zumal Simon Moritz Bethmann schon 1826 verstorben war. Wahrscheinlich sind die Bethmännchen daher schon älter.[1]

Viel Spaß beim Ausprobieren!

Quellen
[1] Wikipedia: Bethmännchen

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3 Gedanken zu “Frankfurter Bethmännchen

  1. Wow Nelli, danke, das ist ja klasse!!! =) Das wird vorgemerkt für die Adventszeit.
    Was mache ich denn, wenn ich keinen Dörr-Ofen habe? In den Backofen und dann unter 42 Grad bleiben oder? LG, Sabrina

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    • Versuch möglichst trockene Rohstoffe zu verwenden, dann brauchst du evtl. gar nicht zu trocknen. Ich habe eingeweichte Rosinen benutzt und habe deswegen getrocknet. Aber das Trocknen kann einen ganz schönen Effekt haben. Probier es doch auf der Heizung, wenn du es in der Winterzeit machen willst. Viel Spaß!

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