Wie uns Musik beeinflusst

Wo und wie hört ihr am liebsten Musik? Einige höre gerne auf der Arbeit Musik und in der Regel Radio. Ich habe mal die Vor- und Nachteile dazu gesammelt.

Pro

  • „Leise Musik [kann] die Konzentration und somit auch Produktivität gegenüber dem Normalzustand ohne Musik steigern.“ [1]
  • Bei Routinearbeiten wie z. B. das Eintragen von Daten in Tabellen ist Musik ein wichtiger Motivationsfaktor.
  • Musik kann unbewussten Schwung und Wohlbefinden verschaffen. [2]

Contra

  • „Einer britischen Studie zufolge mindert die akustische Berieselung die Konzentration, egal welche Musik gewählt wird.“ [3]
  • „Studien haben bewiesen, dass laute Musik selbst beim fanatischsten Rocker zu einer sinkenden Konzentrationsfähigkeit führt.“ [1]

Fazit
Musik beeinflusst die Konzentration: abhängig von der Tätigkeit, Lautstärke und der Art der Musik.

Checkliste: Musikhören am Arbeitsplatz

 

  • Sind Sie sicher, dass durch das Musikhören über Kopfhörer oder Lautsprecher die Kommunikation nicht in Gefahr bringender Weise erschwert wird?
  • Werden trotz Musik allgemeine Alarme wie Evakuierungsalarme, Feueralarme usw. wahrgenommen?
  • Werden trotz Musik kritische Anlage- und Maschinenzustände sowie Warn- und Fehlermeldungen von Maschinen gehört?
  • Werden trotz Musik Warnrufe, sicherheitsrelevante Zurufe oder Lautsprecherdurchsagen gehört?

Wurde einer der Fragen mit „nein“ beantwortet, sollte keine Musik am Arbeitsplatz gehört werden.

Freie Wahl?
Am Arbeitsplatz können wir es uns manchmal aussuchen, ob und was wir hören. An anderen Orten wie z. B. Geschäften, Fitnessstudios usw. wird es schwieriger einer Dauerberieselung aus dem Weg zu gehen. Im Moment wird sogar überlegt in Arztpraxen Musik zu hören. Dazu hier noch zwei Zitate:

Auch Menschen, die sich beruflich mit der Wirkung von Musik auf die menschliche Psyche beschäftigen, stehen den Klangteppichen skeptisch gegenüber. „Für mich ist so was ein Versuch der Gleichschaltung“, sagt die Musiktherapeutin Beatrix Evers-Grewe, die in der Psychiatrie des Landeskrankenhauses in Hildesheim arbeitet. […] „Arztpraxen sollten Orte sein, wo man sich um die eigene Gesundheit Gedanken macht“, sagt sie. „Und gerade Menschen, die sich nicht für ihre eigene Person und ihre wirklichen Bedürfnisse interessieren, bekommen es durch diese Berieselung noch erträglicher gemacht, nicht über sich selbst nachzudenken und das, was gut für sie wäre.“ [2]

Meine Wahl
Ich habe mir z. B. mit Absicht ein Fitnessstudio ausgesucht, wo ich in Ruhe trainieren kann und bei Bedarf meine eigene Musik über ein MP3-Player höre.

Quellen
[1] Musik am Arbeitsplatz: Stoff für das Hirn oder einfach nur störend?
[2] Die Diktatur der sanften Klänge
[3] Radio im Büro senkt die Arbeitsleistung

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