Getrocknete Feigen

Eingeweichte getrocknete Feigen sind eine echt leckere Sache 🙂 Hier habe ich ein paar Fakten und Tipps zu getrockneten Feigen gesammelt.
Die leckersten getrockneten Feigen, die ich bis jetzt gegessen habe, habe ich in Italien auf deinem Feigen Fest 2013 direkt vom Baum gegessen. Kombiniert mit leckeren frischen Feigen und Franzosen-Kraut. Ein Traum!

Konzentrierte Frucht
Getrocknete Früchte wie auch Feigen haben einen natürlichen hohen Kaloriengehalt. Durch das den frischen Früchten entzogene Wasser konzentriert sich der natürliche Fruchtzucker in den getrockneten Früchten erheblich. Dadurch intensiviert sich auch der Geschmack der getrockneten Früchte.
Feigen werden sehr viel aromatischer und schmecken getrocknet vielen Menschen sogar besser als frische Feigen. Außerdem sind getrocknete Früchte durch den Wasser Entzug viel länger haltbar.

Inhaltsstoffe
Getrocknete Feigen enthalten „auf 100 Gramm Früchte fast 6 Gramm Eiweiß. Fast alle Vitamine der B-Gruppe sind in getrockneten Feigen enthalten. Lediglich Folsäure und Cobalamin sind in getrockneten Feigen nicht so üppig vorhanden. Hierbei handelt es sich um die Vitamine B 9 und B 12“. [1]

Einweichen
Ich esse getrocknete Feigen am liebsten in Wasser eingeweicht. Dadurch führe ich das entzogene Wasser wieder zurück, was die Verdauung erleichtert und sie sind mir dann auch nicht zu süß. „Trotz des besseren Geschmacks eingeweichter Trockenprodukte kann dieses Verfahren nicht die Inhaltsstoffe ersetzen, die durch die Trocknung verloren gegangen sind, sondern nur das verdunstete Wasser.“ [4]
Am einfachsten ist es wenn die getrockneten Feigen über Nacht in gutem Wasser einweichen können. Das übrig gebliebene Wasser wird auch süß und ergibt ein leckeres süßes Getränk. Wenn die Lust auf Feigen akut ist und keine eingeweichten zur Hand sind, empfehle ich die getrockneten Feigen klein zu schneiden und in 40°C warmes Wasser zu geben. Dadurch sind sie in ein paar Minuten eingeweicht und etwas angewärmt, was auch eine ganz nette Abwechslung ist.

Mengen
Da es Trockenfrüchte in freier Natur nur selten und kurzzeitig verfügbar sind, ist der menschliche Körper an kleine Mengen angepasst. „Isst [du] sie regelmäßig und in großen Mengen, so verlässt [du] den Bereich der genetischen Anpassung. Dies führt meist zur Überlastung. Es ist daher ratsam, Trockenfrüchte nur gelegentlich und in kleinen Mengen (Anhaltspunkt: weniger als 100g pro Tag) zu verzehren.“ [5]
Die instinktive Ess-Sperre funktioniert mit Trockenfrüchten schlecht. „Der Ernährungsinstinkt äußert sich daher bei der Konfrontation mit jederzeit verfügbaren beliebig hohen Mengen von Trockenfrüchten nicht sehr präzise. Man stellt oft fest, dass die instinktive Sperre einmalig kurz, meist in Form von Brennen oder Kratzen im Hals auftritt, und dann wieder verschwindet. Übergeht man dieses Signal, endet die Mahlzeit erst beim Völlegefühl und damit in der Überlastung.“ [4]

Wirkung
Getrocknete Feigen in größeren Mengen kann den Verdauungsprozess anregen. „Feigen haben zahlreiche Schleim bildende Substanzen. Sie machen die Früchte zu einem sanften Abführmittel ohne Nebenwirkungen. Außerdem sind die vielen kleinen Kerne in den Feigen hervorragende Ballaststoffe, weil sie im Darm stark aufquellen.“ [3]

Getrocknete Früchte wirken „in großen Mengen verzehrt, entmineralisierend. Vor allem Anfänger der Rohkost essen im ersten Jahr oft große Mengen getrockneter Datteln und beschädigen damit in vielen Fällen ihre Zähne. Trockenfrüchte tendieren in den meisten Fällen dazu, die Zähne anzugreifen, wenn sie mit ihnen in Berührung kommen. Es ist daher ratsam, die Zähne sofort nach dem Essen gründlich zu säubern.
Die entmineralisierende Wirkung von Trockenfrüchten kann durch reichlichen Verzehr von Kräutern und grünem Blattgemüse bei der selben Mahlzeit ausgeglichen werden. Außerdem sollte die instinktive Sperre beim Verzehr von Trockenfrüchten genau eingehalten werden.
In freier Natur kommen Trockenfrüchte fast immer zusammen mit reifen und überreifen Früchten der selben Art vor. Es ist sinnvoll, dies beim heimischen Verzehr auch so zu halten und sie zusammen mit frischen Früchten zu essen. [4]

Getrocknete Feigen haben den höchsten basischen Wert aller Lebensmittel. Sie sind daher hervorragend zur Neutralisation von Säure bildenden Lebensmittel. Das gilt für alle Menschen, die zu wenig Obst und Gemüse essen und viel Stress haben. [3]

Kombination
„Trockenfrüchte verdauen sich sehr langsam und sollten daher am Schluss einer Mahlzeit mit Obst und Gemüse oder für sich allein gegessen werden.“ [3] Ideal ist es wenn dazu grüne Blätter gegessen werden.
Wenn dann kombiniere ich Feigen am liebsten mit anderen süßen Früchten wie Äpfel, Birnen oder Bananen oder esse sie als Mono-Mahlzeit.

Bio!
Im Gegensatz zu konventionell erzeugten Trockenfrüchten werden beim kontrolliert biologischen Anbau die Früchte nicht mit Methylbromid begast, sondern zur Abtötung von Ungeziefer schockgefrostet was potentiell vorhandene Eier unschädlich macht. Ohne eine Behandlung gegen Parasiten dürfen Feigen nicht nach Deutschland eingeführt werden.
Bio getrocknete Feigen sind auch ungeschwefelt. „Die in den Supermärkten angebotenen getrockneten Früchte sind in der Regel geschwefelt, um die Trockenfrüchte noch länger haltbar zu machen. Schwefel ist für Menschen mit Darmerkrankungen, Allergiker und Bronchialerkrankungen wie Asthma als sehr bedenklich einzustufen.“ [1]
Außerdem vermeiden wir beim Kauf von Bio Ware Pestizide.

Trockenvorgang
Grundsätzlich werden Trockenfrüchte in der Sonne bei guter Witterung getrocknet alternativ in Trockenräumen bei 40°C. Danach werden sie gewaschen,
von Verunreinigungen befreit und nochmals getrocknet. Teilweise trocknen die Feigen schon am Baum. Die Dauer des Trocknungsvorganges ist je nach Feuchtegrad der Früchte unterschiedlich und beträgt bis zu 1 Woche.
Trocknen die Feigen in der Sonne, kann kein Einfluss auf die Temperatur genommen werden. „Durch ständige Luftzirkulation werden jedoch die Temperaturen im Produkt, selbst bei Lufttemperaturen von bis zu 60°C, nicht über 40°C hoch. In Trockenräumen kann es dagegen schon zu einer Erwärmung des Produkts über 40°C kommen.“ [2]
Soft-Feigen sind meist pasteurisiert und damit bei hohen Temperaturen erhitzt und eine schlechte Wahl.

Nachbehandlung
„Zudem können auch Trockenfrüchte, die nicht über 40°C erhitzt wurden, durch andere Verfahren bearbeitet sein. Typisch sind das Waschen mit Salzwasser oder das Tauchen in Kaliumcarbonat. Aprikosen, Datteln, Feigen, Rosinen werden zum Teil auch für einige Zeit tiefgefroren. Dies wirkt sich günstig auf die Haltbarkeit, Farbe, geringere Auszuckerung und das Vermeiden eines möglichen Schädlingsbefalls aus.“ [2]

Bezugsquellen
Alnatura, Dennree, Rapunzel, Davert sollen Feigen in Rohkost Qualität anbieten. [2] Ich habe mir bei einem Rohkost Versand getrocknete Feigen bestellt und diese sind im Vergleich z. B. mit den Alnatura Feigen viel trockener. Außerdem gibt es im Rohkost-Versand auch mehrere Sorten im Angebot. Z. B. Minikugel Feigen (super Lecker). Denn die besten Feigen werden nicht exportiert, auch weil sie teilweise nicht den europäischen Normen entsprechen. Die in den Bio-Geschäften zu kaufenden Feigen gehören mehr oder weniger alle zur gleichen Feigen-Sorte. Deshalb empfehle ich euch zur Abwechslung und zum Vergleichen getrocknete Feigen in besonders guter Rohkost Qualität zu bestellen. Hier findet ihr eine Liste, bei denen ich schon mal eingekauft habe: Bezugsquellen. Die beste Zeit für den Einkauf ist die Vorweihnachtszeit.

Quellen
[1] Getrocknete Feigen und Kalorien – Wissenswertes zum Nährwert von Trockenfeigen
[2] Der Nordisch Roh Einkaufsguide
[3] Feigen verjagen die Frühjahrsmüdigkeit
[4] Trockenprodukte in der Rohkost
[5] Die instinktive Sperre

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