Die Eibe und der leckere Arillus

Ich habe das große Glück täglich an einigen Eiben-Bäumen vorbei zukommen und dort abhängig vom Monat etwas zu naschen.

Die Eibe in und bei Frankfurt
Die Eibe war der Baum des Jahres 2013 in Österreich [1] und auch bei mir. 2013 habe ich die Eibe sehr bewusst wahrgenommen. Besonders schön und hingezogen fühle ich mich zu der Eibe im LiLu, wo im Sommer auch die Rohkost Potlucks stattfinden. Von dieser Eibe habe ich mir noch bis mitte Januar leckere Arillus gepflückt.
Witzig ist, dass sogar in Frankfurt im Palmengarten eine der ältesten Eiben in Deutschland steht: Die Senckenberg-Eibe. [1]
Und in der Umgebung Frankfurts bei der Burg Kronberg in Kronberg im Taunus steht ein Eibenhain, einer den 3 letzten Eibenhainen in Deutschland. [1]

Der Baum
Die Eibe ist die schattenverträglichste Baumart Europas [1] und wird zu den Nadelgehölzen gezählt [3].
„In allen europäischen Ländern gehört die Europäische Eibe zu den geschützten Pflanzenarten. In Deutschland steht sie auf der Roten Liste der gefährdeten Arten“ Deshalb darf ein Eiben-Baum auch nicht willkürlich gefällt werden. Trotzdem ist die Eibe „in vielen Regionen Europas ausgestorben“ [3] und kommt sehr selten in der freien Natur vor.

Der Samen
Am Baum reifen von August bis Oktober (bei meinem Lieblings-Baum bis Januar) Samen. Diese Samen werden „oft fälschlicherweise als Frucht oder sogar Beere bezeichnet.“ [1] Der Samen besteht aus einem Samenmantel, der den Namen Arillus trägt und einen Kern schützt. Der Samenmantel ist, wenn er reif ist, sehr rot und bietet einen schönen Kontrast zu den dunkel grünen Nadeln des Baums.
Karotinoide färben den Samenmantel rot. Karotinoide sind natürliche Farbstoffe, die eine gelbe bis rötliche Färbung verursachen. „Das bekannteste und am häufigsten vorkommende Carotinoid ist das β-Carotin (Karotte), das auch als Provitamin A bekannt ist.“ [1]
„Die Samenverbreitung erfolgt durch Vögel, die vom süßen Arillus angelockt werden. Der Arillus wird verdaut und der Samen passiert unbeschadet den Verdauungstrakt. Auf diese Weise sorgen Vögel für die Ausbreitung der Eibensamen.“ [1] Die Samen keimen dann erst im zweiten Frühjahr. [1]

Der köstliche Arillus
Der Arillus ist der einzige Teil des Baumes, der unbedenklich gegessen werden kann. Der Rest des Baumes ist giftig und kann zu „starker Entzündung von Magen und Darm, Krämpfe, Durchfall oder auch Verstopfung, ferner Blasenentzündung verbunden mit zuerst starkem, später vermindertem Harndrang, Taumeln, Herz- und Kreislaufkollaps und Atemlähmung“ [5] führen. Der Arillus umgibt den giftigen Samen und wenn dieser nicht gekaut und ausgespuckt wird, kann der leckere süßliche Samenmantel auch in größeren Mengen gegessen werden. Hier ein Beweis:

Als Arznei
In der Homöopathie wird Eibe bei „Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes sowie der Haut“ [2] eingesetzt. 
Die Baumessenzen der Eibe soll die Spiritualität fördern und vor fremden Übergriffen auf geistiger und emotionaler Ebene schützen. „Sie fördert die Meditation und weckt Visionen. Der Umgang mit Emotionen wie Freude, Trauer, Wut, Angst, Enttäuschungen, Mitleid, Sympathie, Neid, Stolz, Verliebtheit wird verbessert.“ [4]

Wissenswertes
Sie galt und gilt heute noch wegen der sattgrünen Nadeln und ihrer enormen Überlebenskraft als Symbol der Totenruhe und zugleich als Symbol des ewigen Lebens. Zum Schutz vor Hexen und bösen Geistern wurde sie häufig ums Haus herum gepflanzt.

Erstaunt war ich, dass es eine internationale Eibentagung gibt.

Quellen
[1] Wikipedia: Europäische Eibe
[2] Taxus baccata – Eibe
[3] Eibenfreunde
[4] Eibe Baumessenz
[5] Eibe

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