(Fruchtige) Silvester

Der Name für das Fest am 31.12. stammt vom Papst Silvester I., der am 31.12.335 in Rom verstarb und deshalb dieser Tag seit 813 zu dessen Namenstag wurde. Silvester bedeutet auf deutsch „Waldmensch“ und kommt von lateinisch silva „Wald“. Unter ihm wurde das Christentum als Staatsreligion eingeführt.
Jedoch wurde der Neujahresbeginn erst 1691 auf den ersten Januar festgelegt. Davor war er Jahrhunderte lang zu unterschiedlichen Zeiten z. B. auch am 24.12.

Bei meiner Suche nach Ideen für Silvester ist mir aufgefallen, dass es in einigen Ländern ganz leckere Traditionen zu Silvester gibt:

  • In Spanien darf sich jeder etwas wünschen, der zu jedem der 12 Glockenschläge eine Traube isst. Wichtig ist vor dem letzten Glockenschlag fertig zu sein.
  • In China erhoffen sich unverheiratete durch das werfen einer Mandarine ins Meer (bei uns eher ein Teich) das große Glück in der Liebe im nächsten Jahr.
  • In Bulgarien ziehen Kinder um die Häuser und verteilen Glück in dem sie auf den Rücken schlagen und als Dank Früchte bekommen.
  • Zwar nicht lecker zum essen dafür vielleicht zum anschauen: in Brasilien wird von Frauen weiße Oberbekleidung getragen und „Darunter“ wird bei den brasilianischen, den italienischen und auch den chilenischen Frauen rote Unterwäsche in der Hoffnung auf großes Liebesglück im neuen Jahr getragen. Die Unterwäsche soll nach dem Tragen weg geworfen werden.
  • Glück

    Glück

  • In Tschechien wird anhand eines Apfels in die Zukunft geschaut: einen Apfel halbieren und am Kerngehäuse das Schicksal abzulesen: Bilden die Kerne ein Kreuz, droht Unheil; in Sternform stehen sie für Glück.
  • Auch in Israel werden süße Äpfel gegessen, damit das neue Jahr süß wird.
  • In den Ländern Tschechien, Italien, USA werden Linsen gegessen, weil sie wie Geld aussehen und sie sich dadurch Finanziellen Erfolg versprechen.
  • Die Griechen „backen“ eine Münze in Brot ein und wer die Münze findet, dem beschert dieser Umstand das neue Jahr recht viel Glück.
  • Sauerkraut wir in einigen Gegenden gegessen, damit das Kleingeld im neuen Jahr nie ausgeht.

Bin gespannt, ob und was wir an unserem Silvester-Rohkost-Potluck davon ausprobieren werden.
Es gibt noch einige andere Traditionen, die ich auch ganz nett finde: spielen in Griechenland und ruhiges zusammen sein in Frankreich.

Gut, dass wir uns zum Abendessen treffen, denn

„das Essen ‚im Kreise‘ seiner Nächsten symbolisiert den Schutz vor Dämonen, die diesen Kreis nicht zerstören können.
In der Nacht zum Jahreswechsel geht es schon seit Urzeiten um die Abwehr von bösen Geistern.
Geknalle, lärmende Umzüge mit vermummten Gestalten bei denen Trommeln, Schellen und Peitschenknallen für den nötigen Krach sorgten, sollten diese fernhalten.“ [3]

Das Fernhalten des Bösen wird heute mit Feuerwerk durchgeführt. Anscheinend hat es Frankfurt ganz nötig, denn das Mainufer ist voll damit. Jedoch wird jetzt auch eher versucht die Freude auf das neue Jahr auszudrücken.

Ich freue mich schon auf ein Silvester mit leckerem Essen und netter Gesellschaft. Mal schauen wie das Motto:  „Wie das Neujahr beginnt, so ist das ganze Jahr“ sich bemerkbar macht. Und bin mir sicher, dass der folgende Spruch beim Silvester-Rohkost-Potluck erfüllt wird: „Wer über die Jahre [Jahreswechsel] gut schmaust, hat das ganze Jahr vollauf“.

Die Korken werden wir in den Flaschen lassen, aber Ideen fürs Anstoßen habe ich schon, denn laut Knigge ist es ausschließlich an Silvester erlaubt die Gläser aneinander zu stoßen beim zu prosten. „Prosit“ bedeutet übrigens „es möge gelingen“.

Quellen:

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Ein Gedanke zu “(Fruchtige) Silvester

  1. Pingback: Silvester Rohkost Potluck 2013/2014 | FFM Potlucks

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